Wie alles anfing?

Nun ist er fertig!

Mein erster Roman als Buch.

Ein unbeschreibliches Gefühl, eine jahrelange Arbeit in gedruckter Form in der Hand zu halten.

Geschrieben habe ich schon immer gerne.

Schon während der Schulzeit haben meine Aufsätze, bei den Lehrern großen Anklang gefunden. Richtig stolz war ich, wenn mein Aufsatz vorgelesen wurde.

Doch mein großes Problem war und ist die Rechtschreibung und die Grammatik. Zum Einen lag es wohl auch daran, dass ich als Kriegskind (1939) nicht die Ausbildung bekam, wie sie heute möglich wäre. Lehrer waren während meiner Grundschulzeit Mangelware. Und die männlichen Lehrkräfte, die zur Verfügung standen, hatte die Wehrmacht wegen Unfähigkeit zuhause gelassen.

Die Folge war, dass ich zwar gute Aufsätze schreiben konnte, aber ich nicht mehr schrieb, weil ich Angst vor Fehlern hatte. In einer Abhandlung sechzig und mehr Fehler waren bei mir keine Seltenheit. Und je mehr ich darüber nachdachte um so mehr Fehler machte ich.

 

Trotzdem habe ich mein Leben recht erfolgreich gestalten können.

Eine handwerkliche Lehre zum Fliesenleger, kam meinen künstlerischen Fähigkeiten entgegen. Später musste ich aus gesundheitlichen Gründen umschulen, weil mein Rücken nicht mehr mitmachte. Ich wurde zum staatl. gepr. Hochbautechniker umgeschult.

Hier kam mir der Einsatz von Computern sehr entgegen. Denn mithilfe der integrierten Rechtschreibprogramme verlor ich nach und nach die Angst vor dem Schreiben. Natürlich machte ich weiterhin Fehler. Ich vergaß, hier und dort ein Komma zu setzen. Oder schrieb Wörter falsch, aber wer ist schon ohne Fehler. Mir war es jedenfalls nicht mehr peinlich.

Ein besonderes Erlebnis hatte ich während meiner Umschulung:

Als ich an der Tafel einen Satz aufschreiben musste und ich naturgemäß einen Fehler einbaute, rief einer meiner Mitschüler: „Dass schreibt man aber so und so!“

Daraufhin drehte ich mich langsam um und fragte den Mitschüler: „Du weißt aber, was ich damit meine?“

„Ja!“ Antwortete der.

„Dann halt die Klappe!“ Gab ich zurück.

Plötzlich applaudierte die ganze Klasse. Immerhin alles Männer im mittleren Alter, die zum Teil die gleiche schlechte Ausbildung nach dem Krieg erfahren hatten, wie ich.

Von da an hatte ich keine Angst mehr, Fehler zu machen. Im Gegenteil, allein durch das Fehlen der Angst machte ich schon weniger Fehler.

Durch Heirat und Kinder blieb nur wenig Zeit für diese Art Tätigkeit. Ich begann erst wieder nach meiner Scheidung, zu Schreiben. Trotz anderer Hobbys, wie malen und fotografieren, lag mir besonders das Schreiben am Herzen. Ein Science Fiction Roman sollte der erste, von mir verfasste Roman werden. Doch leider verließ mich nach dreißig Seiten der Mut.

Ich verfasste einige Kurzgeschichten, die ich zum Teil im Internet veröffentlichte. Die positive Resonanz veranlasste mich, weiter zu machen, und das Resultat liegt nun vor.

Ich will mit diesem Roman nicht unbedingt Geld verdienen. Wenn doch, ist es um so besser.

Bei den Gedanken, was hast du aus deinem Leben gemacht?

Was bleibt von dir, wenn du gegangen bist?

Überkam mich oft ein eigenartiges Gefühl.

Würde man mich einfach vergessen?

Da ich niemanden habe, dem ich mein „Machwerk“ zum Lesen und Kritik üben geben kann, entschloss ich mich, zu diesem Sprung ins kalte Wasser.

Ich hoffe ich kann das Echo ab!

 

Sven Solge